Digitales Handout
Social Media Marketing
Social Media Marketing hat sich in den letzten Jahren zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Unternehmensstrategie entwickelt. In einer zunehmend digitalisierten Welt bietet es Unternehmen die Möglichkeit, direkt mit ihrer Zielgruppe in Kontakt zu treten, Markenbewusstsein zu schaffen und Kundenbeziehungen zu stärken. Durch die Nutzung von Plattformen wie Facebook, Instagram, Twitter und LinkedIn können Unternehmen ihre Reichweite erheblich erweitern, wertvolle Einblicke in das Kundenverhalten gewinnen und ihre Marketingmaßnahmen präzise an die Bedürfnisse ihrer Zielgruppen anpassen. Social Media Marketing ist nicht nur ein Werkzeug zur Verkaufsförderung, sondern auch ein entscheidender Faktor für die langfristige Markenbindung und den Unternehmenserfolg.
Im Januar 2024 waren 81,4% der Internetnutzer in Deutschland auf Social Media aktiv, wobei sie täglich durchschnittlich eine Stunde und 39 Minuten dort verbrachten. Die knapp 68 Millionen deutschen Nutzer sind im Durchschnitt auf 6,7 Plattformen aktiv. Diese Zahlen zeigen die immense Bedeutung von Social Media im Alltag und betonen die Notwendigkeit eines effektiven Social Media Marketing Managements. Da der Anteil der Social-Media-Nutzer stetig wächst, wird es für Unternehmen immer wichtiger, ihre Marketingstrategien gezielt auf diesen Kanälen zu entwickeln und zu optimieren, um Markenbindung zu fördern und die Reichweite zu erhöhen.
Social Media Plattformen
- LinkedIn: Berufliches Netzwerk für Karriereentwicklung und Jobsuche.
- YouTube: Videoplattform zum Hochladen, Ansehen und Teilen von Videos.
- TikTok: Plattform für kurze, kreative Videos mit Musik und Effekten.
- Facebook: Soziales Netzwerk zum Teilen von Beiträgen, Bildern und Nachrichten.
- Instagram: Soziales Netzwerk zum Teilen und Bearbeiten von Fotos und Videos.
Ziele von Social Media Kanälen
1.Markenbekanntheit steigern: Durch regelmäßiges Teilen relevanter Inhalte und Interaktionen mit Followern.
2.Kundenservice verbessern: Schnelle und freundliche Kommunikation zur Beantwortung von Fragen und Lösung von Problemen.
3.Generierung von Leads und Verkäufen: Platzierung von Werbung und Veröffentlichung ansprechender Inhalte mit Call-to-Action (CTA).
4.Community aufbauen: Regelmäßige Interaktionen, Teilen von nutzergenerierten Inhalten und Förderung von Diskussionen.
5.Marktforschung betreiben: Überwachung von Kommentaren und Diskussionen zur Gewinnung von Einblicken in Zielgruppen und Marktrends.
Um diese Ziele zu erreichen, benötigt man eine klare Strategie, regelmäßige Aktualisierungen und Analyse der Leistung zur Anpassung der Strategie.
Maximale Sichtbarkeit durch relevante Inhalte, Interaktion und gezielte #Hashtags
Um die Sichtbarkeit zu steigern, sollten relevante Inhalte regelmäßig geteilt, Interaktionen mit Followern gepflegt und Hashtags gezielt genutzt werden. Dabei ist es wichtig, ansprechende, informative und/oder unterhaltsame Inhalte anzubieten, die auf die Bedürfnisse und Interessen der Zielgruppe zugeschnitten sind.
Zusammenfassung
Social Media Marketing ist eine Strategie, bei der Unternehmen Social-Media-Plattformen nutzen, um mit ihrer Zielgruppe zu interagieren, Markenbekanntheit zu steigern, Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben und letztendlich den Umsatz zu steigern. Durch die Erstellung von ansprechendem Inhalt, das Engagement mit Followern, das Schalten von gezielten Anzeigen und z.B. die Zusammenarbeit mit Influencern können Unternehmen eine starke Präsenz auf Plattformen wie Facebook, Instagram, Twitter und LinkedIn aufbauen. Diese Form des Marketings ermöglicht es Unternehmen, eine direkte Verbindung zu ihrer Zielgruppe aufzubauen und auf deren Bedürfnisse und Feedback einzugehen, was langfristige Kundenbeziehungen fördern kann.
Die Smart-Methode
Die SMART-Methode ist ein Akronym für spezifisch (specific), messbar (measurable), erreichbar (achievable), relevant (relevant), und terminiert (time-bound). Sie dient dazu, klare und effektive Ziele zu setzen.
- Spezifisch: Ihre Ziele sollten klar und präzise definiert sein. Zum Beispiel: „Die Erhöhung der Anzahl der Instagram-Follower um 20% innerhalb der nächsten sechs Monate“.
- Messbar: Es ist von wesentlicher Bedeutung, dass Sie Ihre Fortschritte anhand quantifizierbarer Metriken wie Follower-Zahlen, Engagement-Rate oder Conversions messen können.
- Erreichbar: Ihre Ziele sollten herausfordernd, aber dennoch erreichbar sein und dabei Ihre Ressourcen, Zeit und Fähigkeiten berücksichtigen. Ein Ziel wie „Eine Steigerung der Follower um 500% in einem Monat“ ist unrealistisch, wenn Sie nicht über die entsprechenden Mittel verfügen.
- Relevant: Stellen Sie sicher, dass Ihre Ziele mit den übergeordneten Zielen Ihres Unternehmens im Einklang stehen und einen positiven Einfluss auf dessen langfristige Vision haben.
- Terminiert: Setzen Sie klare Zeitvorgaben für die Erreichung Ihrer Ziele. Zum Beispiel: „Eine Steigerung der Anzahl der Facebook-Likes um 15% bis zum Ende des Quartals“, z.B mithilfe eines Upload-Kalenders.
Employer Branding
Analyse Ihrer Arbeitgebermarke:
Untersuchen Sie, wie Ihre Organisation derzeit von Mitarbeitern, potenziellen Bewerbern und der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Sammeln Sie Feedback, analysieren Sie Bewertungen auf Plattformen wie Glassdoor und führen Sie interne Umfragen durch, um ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie Ihre Marke wahrgenommen wird.
Definition Ihrer Arbeitgebermarke:
Basierend auf der Analyse entwickeln Sie eine klare Definition davon, wer Sie als Arbeitgeber sind, was Ihre Werte sind und was Sie von anderen Unternehmen unterscheidet. Identifizieren Sie die Schlüsselbotschaften, die Ihre Arbeitgebermarke kommunizieren soll.
Identifikation Ihrer Zielgruppen:
Bestimmen Sie die Zielgruppen, die Sie ansprechen möchten. Das können potenzielle Mitarbeiter, aktuelle Mitarbeiter, Absolventen oder bestimmte Fachkräfte sein, je nach den Anforderungen und Zielen Ihres Unternehmens.
Entwicklung von Employer-Branding-Strategien:
Basierend auf Ihrer Arbeitgebermarke und den Zielgruppen entwickeln Sie spezifische Strategien und Maßnahmen, um Ihre Marke zu stärken und die gewünschten Zielgruppen anzusprechen. Dies kann die Gestaltung einer ansprechenden Karriereseite, die Nutzung von Social-Media-Plattformen, die Teilnahme an Branchenveranstaltungen und die Förderung eines positiven Arbeitsumfelds umfassen z.B. mit der Einführung eines Benefit-Systems.
Implementierung der Strategien:
Setzen Sie die entwickelten Strategien um und kommunizieren Sie Ihre Arbeitgebermarke konsequent nach innen und außen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Botschaften authentisch sind und Ihre Unternehmenskultur widerspiegeln.
Selbstüberwachung und Anpassung:
Halten Sie den Finger am Puls Ihrer Arbeitgebermarke. Sammeln Sie Feedback von Mitarbeitern und Bewerbern, analysieren Sie Kennzahlen wie Bewerbungszahlen und Mitarbeiterbindungsraten und justieren Sie Ihre Strategien, um die Effektivität Ihrer Arbeitgebermarke sicherzustellen.
KISS und Corporate Identity
Eine Corporate Identity (CI) umfasst alle strategischen und visuellen Maßnahmen, die ein Unternehmen ergreift, um ein einheitliches und konsistentes Bild nach innen und außen zu präsentieren. Dabei geht es nicht nur um das Design, sondern auch um die Kommunikation, das Verhalten und die Kultur eines Unternehmens.
KISS steht für „Keep It Simple, Stupid“ und ist ein Design- und Entwicklungsprinzip, das besagt, dass Systeme einfach und verständlich gehalten werden sollten. Komplexität soll vermieden werden, um die Benutzerfreundlichkeit und Wartbarkeit zu erhöhen.
- Corporate Design (CD)
- Einfaches Logo: Minimalistisch und leicht erkennbar.
- Klare Gestaltung: Begrenzte Farbpalette und Schriftarten, wiedererkennbare Stilmittel.
- Saubere Layouts: Gut strukturierte visuelle Materialien.
- Corporate Communication (CC)
- Klare Botschaften: Prägnante und verständliche Sprache.
- Einheitliche Sprache: Konsistenter Sprachstil.
- Strukturierte Informationen: Gut gegliederte Inhalte.
- Corporate Behaviour (CB)
- Einfaches Verhalten: Klare Verhaltensrichtlinien.
- Einfache Prozesse: Effiziente und verständliche Abläufe.
- Corporate Philosophy
- Klare Werte und Mission: Verständlich formuliert.
- Fokus auf Wesentliches: Vermeidung unnötiger Komplexität.
Effektive Paid-Social-Media-Strategien
Maximieren Sie Ihre Zielgruppenreichweite und steigern Sie Ihr Marketingpotenzial
Zielgruppenausrichtung: Nutzen Sie die leistungsstarken Targeting-Tools der sozialen Medien, um Ihre Anzeigen gezielt an bestimmte demografische Merkmale, Interessen und Verhaltensweisen Ihrer Zielgruppe auszurichten.
Gesponserte Beiträge: Bewerben Sie Ihre organischen Beiträge, um eine größere Reichweite zu erzielen und mehr Aufmerksamkeit auf Ihre Inhalte zu lenken.
Pay-per-Click (PPC): Zielen Sie darauf ab, nur für tatsächliche Klicks auf Ihre Anzeigen zu bezahlen, anstatt für die Anzeigenschaltung selbst. Das maximiert Ihr Budget und die Effizienz Ihrer Kampagnen.
Retargeting: Nutzen Sie Daten über das Verhalten Ihrer Website-Besucher, um Anzeigen gezielt an Personen zu schalten, die bereits Interesse gezeigt haben, aber möglicherweise noch nicht konvertiert sind. Insbesondere SEO und SEA.
Videoanzeigen: Videos erzielen oft höhere Engagementraten als statische Inhalte. Nutzen Sie Videoanzeigen, um Geschichten zu erzählen, Produkte vorzustellen oder Tutorials anzubieten.
Kontinuierliche Optimierung: Analysieren Sie regelmäßig die Leistung Ihrer Anzeigen und passen Sie Ihre Strategie entsprechend an, um sicherzustellen, dass Sie das Beste aus Ihrem Werbebudget herausholen.
Risiken Social Media Marketing
Reputationsschäden: Eine unglückliche Nachricht, ein unbedachter Kommentar oder ein negativer Beitrag können sich schnell verbreiten und Ihrem Unternehmen einen schlechten Ruf einbringen.
Datenschutzverletzungen/Urheberrechtsverletzungen: Der Umgang mit Daten kann zu Datenschutzverletzungen/Urheberrechtsverletzungen führen, was rechtliche Konsequenzen und Vertrauensverlust zur Folge haben kann.
Abhängigkeit von Plattformen: Die Strategie Ihres Unternehmens kann durch Änderungen in den Algorithmen oder den Nutzungsbedingungen der Plattformen beeinträchtigt werden, auf denen Sie aktiv sind. Zudem kann der Algorithmus sich gegen Sie wenden, sobald Sie eine längere Zeit inaktiv waren.
Zeitaufwand und Ressourcen: Social Media Marketing erfordert viel Zeit und Ressourcen für die Erstellung von Inhalten, die Interaktion mit Kunden und die Analyse von Daten.
Vorsorgen und einen Worst-Case-Plan im Projektmanagement
Abschließend lässt sich festhalten, dass die immense Bedeutung von Social Media im Alltag der Menschen die Notwendigkeit eines effektiven Social media Marketing Managements unterstreicht.
Eine erfolgreiche Social Media Strategie muss jedoch mehr als nur Präsenz bieten. Sie muss tief in die Corporate Identity des Unternehmens eingebettet sein, um authentische und kohärente Markenbotschaften zu vermitteln. Die Werte, Visionen und die Mission des Unternehmens sollten in jedem Beitrag widergespiegelt werden, um eine starke und vertrauenswürdige Markenidentität aufzubauen.
Zusätzlich ist es unerlässlich, das SMART-Prinzip anzuwenden, um klare und erreichbare Ziele zu setzen. Diese Ziele sollten spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und termingebunden sein. Indem Unternehmen ihre Social Media Aktivitäten nach diesen Kriterien ausrichten, können sie ihre Marketingstrategien gezielt entwickeln und optimieren, die Markenbindung fördern und die Reichweite effektiv erhöhen.
Durch die Kombination von einer soliden Corporate Identity und der Umsetzung des SMART-Prinzips im Social Media Marketing Management, können Unternehmen nicht nur ihre Präsenz auf den sozialen Netzwerken stärken, sondern auch langfristig erfolgreiche und nachhaltige Beziehungen zu ihren Zielgruppen aufbauen.
Corporate design: Marleen Lenhard